BETATEST: E-Commerce trifft auf Urban-Mobility-Lösungen

Einfach online Bestellungen aufgeben und die Lieferung aus dem Fahrzeug vor der Haustür nehmen – das ist die Idee von smart ready to drop. Mit der Vernetzung des Autos ergeben sich völlig neue Möglichkeiten, das Leben in der Stadt heute und in Zukunft noch einfacher und flexibler zu gestalten.

Das Auto als Paketfach

So können smart Fahrer ihre online bestellten Artikel bequem in das Fahrzeug liefern lassen. Während man selbst ganz woanders ist, deponieren die Paketboten des smart Kooperationspartners DHL die gewünschte Ware über Nacht im Kofferraum. Vorausgesetzt, das Fahrzeug steht nicht weiter als 300 Meter von der Heimatadresse entfernt, denn sonst ist das Auto quasi nicht verfügbar und das Paket kann nicht zugestellt werden.

Diesen innovativen Service durfte ich als einer der Ersten in Köln testen.

Wie hat es geklappt?

Aus Sicht des privaten heavy-shoppers kann ich sagen: ein geniales Projekt! Wer viel online einkauft, kann tatsächlich entspannt die Lieferung erwarten, ohne persönlich vor Ort sein zu müssen. Wie bei der Haustürzustellung, gibt es auch bei einer nicht geglückten Autoauslieferung einen zweiten Versuch in der nächsten Nacht. Ist der Wagen dann wieder nicht auffindbar oder funktioniert die Zustellung aus anderen Gründen nicht, wird das Paket zur Poststation gebracht und der Kunde bekommt eine Benachrichtigung in seinen Briefkasten. Das ist komfortabel und funktioniert gut. Aus Sicht des E-Commerce-Profis habe ich allerdings noch Verbesserungsbedarf ausgemacht.

Luft nach oben im Checkout-Prozess

Nicht auf Seiten von Smart und DHL, sondern bei den Betreibern der angeschlossenen Online-Shops besteht Entwicklungsbedarf, denn die Einbindung der App in den Bestellprozess ist (noch) nicht bei allen teilnehmenden Shops gleich gut gelöst. Während die Big-Player (Amazon & Co.) die Benutzerführung im Checkout übersichtlich und klar gestaltet haben, gibt es auch Partner mit Optimierungspotential. Hier habe ich teilweise die gleichen Fehler beobachtet, die auch sonst bei Online-Händlern auftreten. Ob ein Gutschein-Code oder die Pin für smart ready to drop eingegeben werden muss: wenn die entsprechenden Felder versteckt, erst spät im Bestellvorgang oder gar funktionsunfähig sind, wird der Vorgang zu mühsam. Die Folge: der Käufer steigt aus. Zum Nachteil von Conversion und Umsatz.

Parkplatz-Sharing exklusiv für smart Fahrer

Wenn diese – für einen Beta-Test völlig normalen – „Kinderkrankheiten“ behoben werden, wird smart ready to drop sicher ein Erfolgsmodell. Diese Offensive für mehr urbane Lebensqualität trifft den Nerv der Zeit. Ebenso wie die Kooperation zwischen smart und ampido.com, dem ersten deutschen Marktplatz, der sich eines allzu bekannten Problems angenommen hat: dem Parkplatzmangel in deutschen Innenstädten. Mit dem neuen Service ready to park+ können smart Fahrer ab sofort jeweils über 100 exklusive Parkplätze in den Innenstädten von Köln und München bequem online auswählen, buchen und bargeldlos bezahlen.

E-Commerce Logistik

Die freien Plätze oder Garageneinfahrten werden von Besitzern, für die Zeit, in der sie diese nicht selbst nutzen, online verfügbar gemacht. Über die Plattform ampido.com legen sie die Verfügbarkeiten der Parkplätze sowie die Parkgebühr bequem über die Website ampido.com fest. Die Sharing-Economy hat das Parken entdeckt – eine tolle Lösung für ein echtes Problem.